Kann das Leben "Einfach so Entstehen"?

von Ron Lyttle

DIE GESCHICHTE

Vor Millionen von Jahren, hört man von Anhängern der Evolution, wirbelten hier auf der Erde zahllose Chemikalien in unbelebten Meeren (oder Teichen, oder Pfützen) herum. Die Atmosphäre war gefüllt mit Methan-Gas, das von der kosmischen Strahlung aus dem Weltraum bombardiert wurde, und mächtige Blitze ragten durch den Himmel und erleuchteten die leere Erdoberfläche. Im Verlaufe der Zeit und unter Mitwirkung von kosmischer Strahlung und Blitzen bildete sich nach und nach eine "Ursuppe", die Aminosäuren enthielt. Diese verbanden sich zu einfachen Proteinen, den "Bauklötzen" des Lebens. Und irgendwann verbanden sich wiederum diese Proteine auf genau die richtige Weise, und dadurch ward die Schwelle überschritten: Die Proteine begannen sich selbständig zu vermehren, und einfache Lebensformen waren "geboren".

Im Verlaufe zahlloser Aeonen wurden die einfachen Lebensformen immer komplexer, indem zufällige Veränderungen der ursprünglichen Proteine und externe Bedingungen, wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Nahrungsquellen etc. aufeinandertrafen, und letztendlich entstanden all die verschiedenen und komplizierten Lebensformen, die zuerst die Ozeane bewohnten, dann das Land, und schließlich die Luft, so wie wir sie heute sehen. Der Homo sapiens wird als der alleroberste Zweig in diesem Stammbaum der Evolution angesehen, aber der Baum wächst weiter, und wer kann wissen wie die nächsten Äste aussehen werden?

PRÜFUNG DER FAKTEN

Obwohl die oben beschriebene Geschichte sicherlich interessant ist, und Variationen derselben (versehen mit vielen einfallsreichen Details) in den meisten Schulen und Universitäten überall auf der Welt gelehrt werden als die wissenschaftliche Erklärung des Ursprungs und der Entwicklung des Lebens, fragen sich mehr und mehr Menschen: "Ist wirklich alles auf diese Weise entstanden? Wissen diese Leute, die sich Wissenschaftler nennen, wirklich worüber sie reden?" Denn sicherlich war vor Millionen von Jahren niemand dabei, um zu beobachten wie die Ursuppe umgerührt wurde, oder um die ersten Fische aufs Land kriechen zu sehen, oder um das erste geflügelte Geschöpf dabei zu beobachten wie es zum Flug ansetzte. Die Geschichte von der Evolution ist also ganz nett, wird sie aber durch die Fakten unterstützt?

RNS & DNS

Jedes Lebewesen, von den einfachsten Viren bis hin zu den kompliziertesten Tieren, enthält in seinen Zellen eine sehr komplizierte Verbindung genannt Nukleinsäure. Es gibt derer zwei Formen, genannt Ribonukleinsäure (RNS) und Desoxyribonukleinsäure (DNS). Viren enthalten nur entweder die eine oder die andere, aber Zellen enthalten beide. Während die RNS die Proteinproduktion kontrolliert, ist die DNS der Hauptbestandteil der Chromosomen, die eine Art Kopie oder Bauanleitung des Erbgutes darstellen. Jedesmal wenn sich eine Zelle in zwei teilt, müssen die RNS im Zellkörper und die DNS im Zellkern exakt kopiert werden, wobei jede neue Zelle eine Kopie von beiden erhält. Die DNS ist ein unglaublich kompliziertes Molekül, das einer langen Leiter ähnelt, die in eine Spirale gezwirbelt wurde. Die beiden Seiten dieser Leiter bestehen aus Verbindungen, die man Phosphate und Zucker nennt, während die "Sprossen" aus zwei bis vier Basen in all ihren möglichen Kombinationen bestehen. Jede "DNS-Leiter" hat etwa 20.000 "Sprossen", und jedes Chromosom enthält viele Tausend DNS-Moleküle. Die RNS hat eine änliche Struktur, aber ihr Zucker ist ein anderer, und auch eine der vier Basen ist eine andere.

Da es die in den Chromosomen enthaltene DNS (und in einigen Fällen die RNS) ist, die die Information für jede Zelle und jedes Individuum bereitstellt, wird eine Zelle, in der irgendwelche der tausenden von Sprossen beschädigt wurden, oder in der andere Kombinationen der Bausteine eingebaut wurden, dadurch geschädigt sein. Anders als viele Leute glauben, werden Veränderungen der DNS-Struktur (Mutationen) die Zelle bestenfalls lediglich schwächen, im schlimmsten Falle aber abtöten. Nur einige wenige Veränderungen sind unschädlich, und positive Mutationen gibt es praktisch nicht. Um eine gesunde und voll funktionstüchtige Zelle herzustellen, muß jede DNS und RNS völlig originalgetreu kopiert werden, bis auf die letzte "Sprosse".

DER PUNKT

Daß eine solche Komplexität durch zufällige Veränderungen aus einer "Ursuppe" entstehen könnte, ist statistisch, biochemisch und thermodynamisch ausgeschlossen. 1) In einem DNS-Molekül gibt es zu viele Verbindungen als daß diese jemals durch Zufall entstehen könnten, wie lange man auch wartet. 2) Wann auch immer es Biochemikern gelang, einfache Aminosäuren in einer simulierten "Suppe" herzustellen, so wurden dabei die dafür notwendigen Bedingungen sorgfältig vorbereitet; es gab dabei nichts "zufälliges", und von den Aminosäuren bis zu einem DNS-Molekül ist es dann immer noch ein astronomischer Sprung. 3) Das zweite Gesetz der Thermodynamik besagt, daß Ordnung zur Unordnung hinstrebt, und daß ein Streben vom Komplexen zum Einfachen (und nicht andersherum) stattfindet, solange keine äußere Kraft vorhanden ist. Blitze (welche die angebliche Triebkraft hinter den chemischen Reaktionen darstellen) können aber allenfalls Unordnung schaffen. Die Überzeugung, daß eine Substanz, die so komplex wie das DNS-Molekül ist, durch Zufall entstehen könnte, ist also unwissenschaftlicher Unfug!

JA, ABER...

Nehmen wir, der Diskussion halber, einmal an, daß die DNS-Stränge irgendwie entstanden, und nehmen wir weiterhin an, daß tausende davon sich zu einem funktionstüchtigem Chromosom verbanden, und dass viele solche Chromosomen sich wiederum miteinander verbanden (und kein Blitz zerstörte die ganze Versammlung). Damit hat man aber immer noch nur eine Bauanleitung, eine Auflistung von Anweisungen, wie man einen lebendigen Organismus herzustellen habe. Man benötigt also eine lebende Zelle, um diese Bauanleitung zu verwenden, aber um diese lebende Zelle herzustellen, benötigt man deren Bauanleitung. (Zu diesem offensichtlichen Widerspruch können Anhänger der Evolution nur sagen, "es muß eben irgendwie passiert sein. Immerhin gibt es Leben, oder etwa nicht?")

EIN BEISPIEL

Ich arbeite in einer Firma. Wir kaufen Roheisen und Messing, die in der Fabrikhalle zu Fertigteilen verarbeitet werden, die dann am Fließband zu Pumpen zusammengesetzt werden. Der Arbeiter an der Maschine bekommt von der Ingenieurs-Abteilung eine Bauanleitung, die alle Abmessungen des Fertigteils beschreibt, und spezielle Anweisungen enthält wie z.B. wie glatt die Oberfläche sein muß, wie breit die Gewinde sein sollen, "hier anfangen zu schleifen" etc. Man kann diese Anleitung auf das Roheisen legen und eine Milliarde Jahre lang warten, und man wird doch kein fertiges Teil bekommen. Aber der Arbeiter an der Maschine nimmt die Anleitung, steckt das Rohmetall in die Maschine, und wenn er seine Arbeit getan hat, ist das Fertigteil zum Gebrauch bereit. Er benötigt die Anleitung, um zu wissen wie man das Teil herstellt, aber ohne die Maschine und den Arbeiter ist die Anleitung wertlos. Genauso ist es mit der DNS und der lebenden Zelle. Jede davon benötigt die andere, um funktionstüchtig zu sein, und gemeinsam können sie weitere Zellen herstellen.

ZUSAMMENFASSUNG

Weit entfernt davon, eine logische, wissenschaftliche und beweisbare Erklärung für die Entstehung und die Entwicklung des Lebens auf der Erde zu liefern, scheint die Evolution eher ein Glaubenssystem zu sein, das genauso viel religiösen Glauben benötigt wie jedes andere Glaubensbekenntnis, mit der zusätzlichen Schwierigkeit, daß es bekannten Fakten widerspricht. Um an die Evolution zu glauben, muß ein "Wissenschaftler" die wissenschaftliche Methode über Bord werfen, seinen gesunden Verstand abschalten, und die Fakten verdrehen oder gar ignorieren. Daß so viele genau dies weiterhin tun, und dabei auf jene herabsehen die es wagen diesen Glauben herauszufordern, bezeugt nur die Stärke ihres Glaubens. Weit entfernt davon, unvoreingenommene Sucher nach der Wahrheit zu sein, scheinen die Anhänger der Evolution voreingenommene, dogmatische "Verteidiger des Glaubens" zu sein. Ist das Leben "einfach so entstanden"? Was meinen Sie?


Ron Lyttle ist ein freiwilliger Mitarbeiter des Orgeon Zoo in Portland, wo er als Redner über Tiere tätig ist, wobei sein Spezialgebiet die Fledermäuse in aller Welt sind. Daher sein Spitzname, unter dem er bei Kollegen und Touristen bekannt ist: Batman. Er schrieb den nachfolgenden Artikel und erteilte die Erlaubnis, ihn in diese Internetseite aufzunehmen. Daneben ist Ron auch aktives Mitglied der DSA, Oregons "Design Science Association", die sich mit Themen der Weltentstehung bzw. Evolution befaßt. Bitte beachten Sie die Information bzgl. des Copyrights in der Einleitung:


 
"Kann das Leben 'Einfach so Entstehen'?"
<http://www.creationism.org/german/LifeJustHappen_de.htm>

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